Am 05.06.2024 um 12 Uhr kommt der Kran und bringt das Boot endlich wieder in sein Element ins Wasser.

Noch habe ich keinen richtigen Plan wohin die Reise gehen soll. Madeira wird es wohl diesmal nicht werden, denn die Winde sind da draußen recht heftig und es wird voraussichtlich auch in den nächsten Tagen so bleiben.

Also werd ich erstmal zur Ilha da Culatra fahren, wo Bettina und Ewald schon ein paar Tage vor Anker liegen und freue mich auf ein Wiedersehen mit den Beiden. Micha möchte wahrscheinlich demnächst auch noch dazu stoßen und da wäre die „Gang“ wieder komplett aber diesmal nicht an Land in Faro, wo wir uns kennen gelernt hatten, sonder mit dem Booten im Wasser.

Als ich ankam, wurde das Ankern von Bettina gleich gefilmt und die darauf folgende Begrüßung, denn sie kamen gleich auf ein Ankerbierchen mit dem Dingi rüber, war wieder herzlich und schön.

Nach den vielen Stunden schleifen und arbeiten am Boot im vergangen Winter ist das doch die schönste Belohnung! Es ist so schön, wieder auf dem Meer zu sein.

Am nächsten Morgen mach ich das Dingi klar, um auf Culatra frische Brötchen zu holen.
Die Insel Culatra ist was ganz Besonders, denn die Bewohner bewahren sich Ihre Traditionen und es gibt keinen Tourismus auf der Insel und auch keine Autos. Wer dort mal übernachten möchte, muss sich die Gunst der Einheimischen verdienen, um vielleicht mal privat ein Zimmer für ein paar Tage zu bekommen.

https://www.spiegel.de/reise/europa/portugal-tourismus-auf-insel-culatra-an-der-algarve-a-921509.html

09.06.24, 10 Uhr wird der Anker gelichtet

Wir haben uns entschlossen gemeinsam (Bettina und Ewald mit ihrer „Möwe“ und ich mit meiner „Serina“ nach Ayamonte zu segeln. Um 10 Uhr geht es los. Noch ist der Wind recht schwach aber ab Mittag soll es auffrischen.

Zuerst geht es mit Motor durch den Canal de Olhāo raus auf dem Atlantik.

Durch den Druck der Gezeiten entsteht an der Ausfahrt ein kräftiger kurzer Schwell, der uns ganz schön durchschaukelt. Voraus die „Möwe“ auf dem schon ruhigeren Atlantik.

Mit 4-5 kn Wind segeln wir zunächst gemächlich los. Mit meiner kleinen Fock falle ich gegen die „Möwe“ mit ihrer riesigen Genua langsam zurück. Also entscheide ich mich den Gennaker zu setzen und schon geht wieder die Post ab. 🤣

Langsam wird der Wind etwas mehr und es geht bei 7-9 kn Wind mit meist über 6 kn Fahrt über den Grund (SOG) ganz schön schnell vorwärts. Da macht sich die neue Beschichtung des Unterwasserschiffes bemerkbar.

Der Wind nimmt dann so sehr zu, dass ich 2 mal in den Wind schieße und den Gennaker wieder bergen muss, denn bei über 15 kn Wind, kann das gefährlich werden.

Gegen 18 Uhr erreichen wir Ayamonte (Spanien) und dort wollen wir die erste Nacht auf dem Rio Guadiana ankern. Da muss natürlich der Anker gut halten, denn da zieht nicht nur die normale Strömung des Flusses, es kommt auch noch der Gezeitenstrom hinzu. Dann drückt auch noch der Wind, so dass das Boot quer zur Ankerkette steht. Das ist für mich eine komplett neue Erfahrung.

Die ganze Nacht zerrt und rumpelt es und mir ist nicht ganz geheuer, ob der Anker hält. So blieb es nicht aus, dass ich mehrmals in der Nacht raus bin, um nach dem Rechten zu sehen.

Ayamonte (Spanien) bei Nacht

10.06.24, in Ayamonte (Spanien)

Die Nacht haben wir trotz sehr rätselhaften Geräuschen gut überstanden und die Anker hatten sicher gehalten. Nun kann ich beruhigt frühstücken.

Bettina und Ewald sind später in den Hafen gewechselt und ich blieb weiter vor Anker. Am Nachmittag bin ich mit dem Dingi an Land, weil ich ein bisschen einkaufen und im Waschsalon meine Bettwäsche waschen wollte. Bis die Wäsche fertig war, gönnte ich mir eine für mich noch unbekannte Leckerei „Ovas Plancha“. Ovas sollen Rogen also Fischeier sein, hm mal sehen was da kommt. 🥴

So richtig definieren konnte ich das nicht. War jedenfalls extrem zart und lecker und sah ein bisschen von der Form her wie Octopusembryos aus und wahrscheinlich war es das auch.

Dann die böse Überraschung, als ich zurück zu meinem Dingi kam, war der Motor geklaut. Schöner Mist, dann fehlte auch noch ein Paddel. Wie soll ich jetzt zu meinem Boot kommen? Ich brauchte irgendwie ein zweites Paddel. Ich suchte mir aus den rumliegenden Abfällen ein Brettchen und eine Leine von Fischernetzresten und versuchte mir mit einem Stück Bambus ein Paddel zu basteln. Optimistisch schob ich das Schlauchboot in den Fluss aber leider hielt das Provisorium nicht lange und ich kam gegen die Strömung nicht an. Dann versuchte ich es mit schwimmen und zog das Dingi hinter mir her. Auch das musst ich aufgeben, obwohl ich ein guter Schwimmer bin, hatte ich keine Chance gegen die starke Strömung. So blieb nur noch die Hilfe von guten Freunden. Nach einem kurzen Anruf, kam Ewald vom Hafen mit seinem Dingi angebraust und er brachte mich sicher zurück zu meinem Segelboot. Danach entschied ich mich auch in den Hafen zu wechseln, denn ohne nutzbares Dingi, war kein Landgang mehr möglich.

11.06.24, Puerto Deportivo Ayamonte (Spanien)

Im sicheren Hafen festgemacht, konnte ich die Gegend beruhigt erkunden. Hätte ich lieber gleich machen sollen und da wäre mir das Malheur erspart geblieben. Jetzt kaufe ich erst mal neu Paddel, um das Dingi wenigstens mit Muskelkraft nutzen zu können. Ich habe zwar noch einen großen Außenborder in meiner Backskiste aber der ist für dieses kleine Dingi wohl etwas zu schwer. Da fiel mir aber das größere Schlauchboot ein, dass in der Nähe, wo mir der Motor geklaut wurde, neben einer Werft zwischen allen möglichen Schrott lag. Also entschied ich mich später dort mal nach dem Teil zu fragen. Zunächst erstmal ein kleiner Stadtbummel durch Ayamonte (Spanien)

Am Nachmittag schnappe ich meine neuen Paddel und machte mich auf dem Weg zum Tatort bzw. der Werft, wo das alte Schlauchboot liegt. Vielleicht gibt es dort eventuelle noch Hinweise zu meinem gestohlenen Motor. In der Werft hatte leider niemand was von dem Diebstahl bemerkt aber ich kann das alte Schlauchboot aus der Schrottecke für einen Hunni cash erwerben. Leider gibt es dazu keine Papiere und der Deal läuft per Handschlag. Da kann ich nur hoffen, dass der Verkäufer auch der wahre Eigentümer war und das Teil nicht irgendwo geklaut ist. Naja egal, das Schlauchboot ist zwar nicht gerade gepflegt aber es scheint dicht und trägt mit Sicherheit meinen 6 PS Tohatsu Außenborder. Mit etwas mulmigen Gefühl paddel ich nun zurück, vorbei an den Fischerbooten und der Promenade. Zurück im Hafen, ist Ewald und Bettina über mein tolles Schnäppchen begeistert, denn Ewald klärt mich erstmal auf, was ich da für ein hochwertiges Dingi ergattert hatte und das für den Preis. Nun wird das Gefühl, dass der Ursprung des Schlauchbootes vielleicht doch nicht ganz koscher ist wieder etwas größer. Da muss ich demnächst mal über die Seriennummer recherchieren, ob da alles in Ordnung ist.
Der Tohatsu war sicher vom Voreigner als Reservemotor gedacht, falls die Hauptmaschine mal ausfällt, denn nachdem ich ihn aus den Tiefen der Backskiste an ´s Tageslicht hievte, offenbarte sich ein nagelneuer Motor mit Langschaft, was für ein Ding wohl nicht gedacht war. Leider war er nicht richtig eingelagert worden, so das die Benzinpumpe und der Vergaser komplett verklebt waren und keinen Tropfen Sprit durch ließen. Da hatte ich mich zu früh gefreut und es war wieder Manpower angesagt.
Ewald lieh mir später nach dem nächsten Malheur 🥴 seinen kleinen Ersatzmotor aber dazu später mehr.

Das Highfield Classic 290 mit Alurumpf mit geliehenen Motor und provisorischer „Sitzbank“

12.06.24, Abschied mit Zittermomenten von Ayamonte (Spanien) und es geht auf dem Rio Guadiana nach Alcoutim (Portugal)

Bevor es um 10 Uhr los gehen soll, gehe ich noch schnell frische Brötchen holen. Auf dem Weg zum Supermarkt sehe ich gleich neben dem Hafen Uniformierte beim Aufbauen eine Highend-Drohne. Ich frage mich sofort, warum hier? Suchen die eventuell das Schlauchboot, weil der Verkäufer nicht der Eigentümer war und mich bestimmt viel gesehen haben, wie ich damit zum Hafen gepaddelt bin? Sofort bekomme ich Gänsehaut und Angstschweiß auf der Stirn. Jetzt nichts wie zurück und das Schlauchboot weg von meinem Liegeplatz in irgendeine freie Box bringen um jede sichtbare Verbindung zu mir zu kappen und den gezahlten Hunni kann ich dann wohl in den Wind schreiben. Ist das wirklich so schnell möglich, dass hier die Kavallerie mit neuerster Technik auffährt und nach diesem alten Schlauchboot sucht? Dann sehe ich auch noch einen ferngesteuerten Schwimmroboter, vollgepackt mit Kameras und irgendwelchen Sensoren, wie er suchend durch die Buchten des Hafens gesteuert wird und nun wird mir komplett schlecht.
In was bin ich da rein geraden?

Bis mich dann Ewald aufklärt, dass das keine Polizei sondern das Militär ist, die wohl ihre Technik hier mal testen. Da wurde mir gleich etwas leichter. Es war ja auch etwas unwahrscheinlich, dass man so schnell und dann gleich mit diesen enormen Aufwand nach dem alten Schlauchboot sucht.
Wobei dieses neu ca. 3000 € kostet, wie ich das dann später im Internet gesehen hatte.
Das war jedenfalls ein schöner Schreck, auch wenn immer noch ein leicht mulmiges Gefühl bleibt.
Wieder erleichtert laufen wir dann 10 Uhr aus und segeln auf dem Rio Guadiana flussaufwärts nach Alcoutim.

Auf halben Weg machen wir an dem Steg von Guerreiros do Rio auf ein Bierchen halt und übernachten auch dort am Steg. Beim Anlegen kam uns gleich ein schweigender bärtiger Mann zur Hilfe, der sich als Deutscher entpuppte und schon über 10 Jahre mit seinem Boot dort im Fluß vor Anker lag. Auf meinen bisherigen Reisen lernte ich immer wieder solche Eremiten kennen. Alte Menschen, deren einziges zu Hause ihr Boot wurde und sie dann nicht mehr die Lust oder Kraft haben weiter zu reisen. 🥴

13.06.24 wir erreichen Alcoutim

Links Alcoutim / Portugal, rechts Sanlúcar de Guadiona / Spanien und dazwischen, na wer schon 😎

Schon ist Schluss mit der Ruhe, denn da kommen Bettina und Ewald mit ihrem Dingi angebraust und holen mich zum 1. Landgang nach Alcoutim ab.

Nun neigt sich schon wieder der Tag und der Abend bietet diese schönen Bilder.

14.06.24 das nächste Malheur steht vor der Tür 🥴

Noch nichts ahnend mache ich gegen 10 Uhr mein Dingi klar und möchte ans nahe Ufer rudern, um dann von da die Böschung hoch auf die Straßen zu kommen, um mir frisches Brot für das Frühstück zu holen, denn ich denke, auf der Straße bin ich schneller in Alcoutim als wieder gegen die Strömung bis zur Anlegestelle zu rudern. Leider ist am Ende des Weges zur Straße ein Zaun. Was liegt da näher als einfach darüber zu klettern. Gedacht – getan und da passiert es, beim Abspringen von diesem Tor schwingt es so heftig zurück, dass es mit dem anderen Flügel wie eine Schere wirkt und blöderweise mein kleiner Finger dazwischen gerät und mir die Fingerkuppe abreist. Auwah 😩

Wie durch ein Wunder kamen zufällig Ann und Jossia, zwei Engel aus den Niederlanden, angefahren, die ich um erste Hilfe bad. Die beiden waren sowas von nett und fuhren mich erst nach Vila Real de Santo António zum nächsten Arzt. Dort schickte man uns aber gleich weiter in die Central Klinik nach Faro zu einen Fingerchirurgen.
An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an die Beiden, die mich 160 km bis in die Klinik nach Faro und auch wieder zurück nach Alcoutim gefahren hatten. So eine aufopferungsvolle Hilfsbereitschaft, findet man heute kaum noch!

War das jetzt ein neues Abendteuer oder einfach nur Bullshit? Ich denke von beiden ein bisschen was 🤪.
Der Tag war jedenfalls gelaufen.

15.06.2024 Landgang auf der spanischen Seite in Sanlúcar

Nach dem Schreck vom Vortag, soll es nun wieder entspannter zu gehen. Ich mache mit Bettina und Ewald eine kleinen Ausflug nach Sanlúcar, den kleine Ort auf der spanischen Seite des Rio Guadiana.

Sanlúcar mit der hoch liegenden Festung liegt genau gegenüber von Alcoutim, denn im Fluß verläuft schon immer die Grenze zwischen Portugal und Spanien. Natürlich gibt es auf der portugiesischen Seite auch eine Festung in Sichtweite. Da ging es früher sicher hin und wieder mal heiß her.

Weil die Beiden so nett sind und mir wirklich viel geholfen hatten, habe ich sie dann zum Essen mit Leckeren vom Holzkohlegrill eingeladen.

16.06.2024, einfach entspannen und den Tag genießen.

Da ich mit der linken Hand gehandicapt bin, bekomme ich heute den kleinen Ersatzmotor von Ewald und so kann ich unabhängig die Gegend erkunden. Ich werde mir Sanlúcar nochmal etwas näher ansehen und mein Boot etwas putzen.

17.06.2024, es geht zurück nach Aymonte

Die Verletzung meiner Hand zwingt mich nun diese zu schonen und somit werden weitere größere Törns erstmal nicht sinnvoll. Außerdem muss ich den nächsten Arzt aufsuchen, um den Verband wechseln und die Wunde begutachten zulassen und das wäre in Vila Real. Also geht es wieder flussabwärts.
Dort besteht die Möglichkeit in den Hafen von Ayamonte zu fahren oder gleich gegenüber in den Hafen von Vila Real. Diese Einfahrt ist aber nicht ganz einfach, weil es da wohl recht eng zu gehen soll und man sollte diesen Hafen nur in der ruhigen Strömungsphase zwischen den Gezeiten anlaufen. Diese Entscheidung heben wir uns noch für etwas später auf und werden es dann kurz vorher abstimmen, denn ich hatte die Marina von Vila Real angeschrieben und nach den Preisen gefragt und auch ob dort für eine längere Zeit zwei Liegeplatz frei wären. Jetzt warte ich auf die Antwort, die hoffentlich da ist, bevor wir ankommen.

Wir entscheiden uns wieder in den Hafen von Ayamonte/ Spanien zu fahren, da es dort sehr schön und sogar günstiger als in Vila Real ist. Liegeplätze für 2-3 Monate waren da auch nicht frei.

18.06.2024, Verbandswechsel

Da der Unfall und die ärztliche Versorgung in Portugal war, werde ich den Verbandswechsel in Portugal machen lassen, denn der ärztliche Bericht ist ja auch auf portugiesisch.
Bei der Gelegenheit teste ich gleich wieder das „Highfield“ Rip, wie es sich bei dieser Strömung und Wellen bis zu einen halben Meter verhält, was mit einen passenden bzw. etwas stärkeren Motor sicher noch mehr Laune macht.

Zuerst steuer ich Castro Marim an (rote Linie), da ich dort mit dem Boot weit in den Ort komme. Nach kurzer Suche finde ich auch ein Ärztehaus aber dort macht man mir verständlich, dass sie den Verband nicht wechseln können oder wollen.

So mache ich mich wieder auf den Weg und fahre mit dem Schlauchboot zum Hafen von Vila Real de Santo António (blaue Linie).

Nach einer Stunde suchen, finde ich dann auch wieder die „Klinik“, wo ich nach dem Unfall zuerst war und die mich dann weiter nach Faro geschickt hatten. Endlich kann auch der Verband gewechselt werden und an den Anblick des kürzeren Fingers, muss ich mich erst noch gewöhnen. 😢

Gegen 19 Uhr bin ich dann wieder in meinem Boot im Hafen von Ayamonte.

19.-20.06.2024, 2 Urlaubstage in Ayamonte

Leider muss ich meinem Urlaub wegen der Verletzung erstmal beenden und wir haben uns entschlossen, wieder zurück nach Faro zu segeln, denn ich habe für den 22.06. den Rückflug nach Halle/Leipzig gebucht. Bettina hatte gleich für Verstärkung gesorgt und Helena und Tim, die noch in Faro an ihrem Boot arbeiten, gefragt ob sie Lust auf einen Segeltörn haben. Dankbar für diese willkommene Abwechslung, sind sie gleich mit den Zug zu uns gekommen. Das war natürlich sehr schön und so musste ich mir keine Sorgen wegen der noch frischen Wunde machen.
Die Beiden noch 26 Jahre jung, haben sich für eine Auszeit vom Job entschieden und sich ein älteres Boot (Amel) in Portugal gekauft, was sie sich zurecht gemacht haben aber noch nicht ganz fertig sind.
So erweitert sich der Kreis von sehr netten Segelbegeisterten immer weiter.
Nach einen kleinen Bummel durch Aymanonte geht es an die Törnplanung.

Nach ersten Sichtungen des Wetterverlaufes und des Windes entscheiden wir uns am nächsten Tag gegen Mittag zu starten, da war allerdings kurz vor Faro mit Gegenwind und somit mit Motorfahrt zu rechnen. Angeregt durch Ewald, haben wir uns dann auch die Nachtvariante angesehen und uns dann auch dafür entschlossen, denn die Nacht versprach einen durchgehend Wind aus Nordwest. Helena und Tim waren darauf auch gespannt, denn für sie war es die erste Nachtfahrt und zu dritt ist das sicherlich entspannt, da sich jeder mal eine längere Ruhepause gönnen kann.

23 Uhr spanische Zeit ging es bei wolkenlosen Himmel und einen hell leuchtenden fast vollen Mond los.

Wie vorhergesagt, war der Wind kurz nach Mitternacht noch recht gemütlich. Später frischte er auf und blies bis zu 25 kn, wir mussten reffen und zogen dann trotzdem noch mit über 7 kn durch das ruhige Meer. Es war ein sehr schöner Nachttörn mit schönen Momenten durch das nächtlich Licht. Elena stand eigentlich die ganze Nacht am Ruder und ließ sich nur hin und wieder mal kurz vom Autopiloten ablösen. Tim lag zwar die meiste Zeit in der Koje aber wenn es ans Reffen ging, war er sofort an Deck. Wir waren ein sehr gutes Team als würden wir schon ewig zusammen segeln. Ich war auch überhaupt nicht müde, denn ich hatte mich mit Elena die ganze Nacht angeregt unterhalten. Erst ganz früh gehen 5 Uhr kam langsam etwas Müdigkeit auf aber da waren wir so gut wie am Ziel.

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